powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen  |  Website
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Blut, Krebs und Infektionen » Erkrankungen des Bluts

Porphyrie



Häufigkeit

Porphyrie: Seltene Stoffwechselstörung mit verschiedenen, meist angeborenen Bildungsstörungen der Häm-Komponente des roten Blutfarbstoffs. Hauptformen sind die akute intermittierende Porphyrie und die chronisch-hepatische Porphyrie.

Das Eisen des roten Blutfarbstoffs ist an Porphyrin (ein ringförmiges Molekül) gebunden, beide zusammen werden als Häm bezeichnet. Ist nun durch einen Enzymdefekt die Porphyrinbildung gestört, so wird dessen Produktion stark angekurbelt, da nur so ausreichend roter Blutfarbstoff hergestellt werden kann. Die dadurch im Überschuss produzierten atypischen und inkompletten Porphyrine werden nicht nur mit dem Urin ausgeschieden, sondern reichern sich auch vor allem in Haut, Knochen, Knorpel, Leber und Nervengewebe an und wirken dort toxisch.

Akute intermittierende Porphyrie. Bei der angeborenen akuten intermittierenden Porphyrie kommt es, ausgelöst durch Medikamente, Infektionen, Alkohol oder Fasten, zu Bauchbeschwerden und Herzrhythmusstörungen sowie möglicherweise zu Bewusstseinsstörungen, Lähmungen und anderen Ausfällen. Das Krankheitsbild ist oft so schwer, dass der Patient auf einer Intensivstation mit Infusionen behandelt werden muss.

Die Aussichten bei der akuten intermittierenden Porphyrie sind gut, falls die Auslöser gemieden werden. Urin, der sich beim Stehenlassen rot verfärbt, tritt in der Hälfte der Fälle auf und sollte auch bei Beschwerdefreiheit durch Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen abgeklärt werden. Die Betroffenen erhalten dann einen Notfallausweis, aus dem auch die „sicheren“ und die „gefährlichen“ Medikamente hervorgehen.

Chronisch-hepatische Porphyrie. Bei der ursächlich noch nicht ganz geklärten chronisch-hepatischen Porphyrie wird die Haut ab dem mittleren Erwachsenenalter sehr lichtempfindlich, wobei vor allem die Hautveränderungen der Hände auffällig sind. Zusätzlich zu Blutuntersuchungen ist eine Leberbiopsie nötig. Können die Auslöser gemieden werden (allen voran Alkohol und die Einnahme einer Antibabypille), sind die Aussichten für die meisten Betroffenen gut.


07.03.2008 | Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Nicole Menche


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Do
    08:30 bis 18:30
    Fr
    08:00 bis 18:30
    Sa
    09:00 bis 14:00

notdienste

News

Eltern sind glücklicher

Kinder können das Leben auf den Kopf stellen – im Positiven wie im Negativen. US-amerikanische Forscher... mehr

Arzneimittel sind keine Bonbons

Sie sind ja so verlockend, die kleinen bunten Pillen von Mama und Papa – und so geschieht schnell ein... mehr

Den richtigen Riecher

Hunde entdecken viel mit Hilfe ihrer Nase: Sprengstoff, Drogen, verschüttete Menschen – und sogar Krebs.... mehr

Mit offenen Augen durchs Leben

Halbgeschlossene Lider – beim Flirten eine beliebte Strategie. Doch vor allem Männer sollten es damit... mehr

Medikamenten-Kopien: Generika

Minderwertige Medikamenten-Kopien oder günstigere Alternative? Bei Generika sind viele Menschen... mehr

Kinderbetreuung

Babysitter und Tagesmütter ganz leicht finden – in Zusammenarbeit mit Betreut.de Kinderbetreuung

ApothekenApp

Die Apotheke am Rathaus auf Ihrem iPhone, iPad oder iPod: Einfach hier klicken, ApothekenApp gratis installieren und PLZ "31515" und "Apotheke am Rathaus" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Apotheke am Rathaus – die Apotheke für unterwegs.